Kreuzkraut: giftig für Pferde

Kreuzkraut, insbesondere das Jakobskreuzkraut (Jacobaea vulgaris), stellt eine erhebliche Gefahr für Pferde dar. Die Pflanze enthält sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA), die zu schweren und oftmals irreversiblen Leberschäden führen können.

Pferde meiden frisches Kreuzkraut auf der Weide aufgrund seines bitteren Geschmacks meist von selbst. Problematisch wird es jedoch, wenn die Pflanze in Heu oder Silage gelangt. Dort verliert sie ihren bitteren Geschmack, bleibt aber weiterhin giftig. Dadurch kann sie unbemerkt aufgenommen werden.

Die Giftstoffe reichern sich im Körper an und schädigen die Leber schleichend über einen längeren Zeitraum. Erste Symptome treten häufig erst auf, wenn bereits ein großer Teil der Leberfunktion beeinträchtigt ist. Mögliche Anzeichen einer Vergiftung sind:

  • Gewichtsverlust trotz ausreichender Fütterung
  • Leistungsschwäche und Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsstörungen
  • Verhaltensänderungen
  • Koordinationsstörungen und neurologische Auffälligkeiten
  • Lichtempfindlichkeit der Haut

Da es keine spezifische Heilung für die durch Kreuzkraut verursachten Leberschäden gibt, ist die Vorbeugung besonders wichtig. Pferdehalter sollten Weiden regelmäßig kontrollieren und Kreuzkrautpflanzen frühzeitig entfernen. Ist eine Kontrolle der Weiden bei zugekauftem Heu nicht möglich, kann mit Spürhunden eine Verunreinigung des Heus durch Kreiskraut ausgeschlossen werden.

Fazit: Kreuzkraut zählt zu den gefährlichsten Giftpflanzen auf Pferdeweiden. Bereits die wiederholte Aufnahme kleiner Mengen kann langfristig zu schweren Leberschäden führen. Eine konsequente Weidepflege und die Kontrolle des Futters sind daher entscheidende Maßnahmen zum Schutz der Pferdegesundheit.