Kreuzkraut ist die Sammelbezeichnung für verschiedene Pflanzenarten der Gattung Senecio und verwandter Gattungen aus der Familie der Korbblütler. In Deutschland kommen zahlreiche Arten vor, von denen einige aufgrund ihrer Giftigkeit besondere Aufmerksamkeit erfordern.
Zu den bekanntesten Kreuzkraut-Arten gehören:
- Jakobskreuzkraut (Jacobaea vulgaris)
- Wasserkreuzkraut (Jacobaea aquatica)
- Gewöhnliches Greiskraut (Senecio vulgaris)
- Frühlingskreuzkraut (Senecio vernalis)
- Alpenkreuzkraut (Senecio alpinus)

Diese Arten unterscheiden sich in ihrem Standort, ihrer Wuchshöhe und Blütezeit, besitzen jedoch ähnliche Merkmale.

Aussehen
Die Pflanzen erreichen je nach Art eine Höhe von etwa 20 bis 150 Zentimetern. Typische Merkmale sind:
- Leuchtend gelbe Blütenköpfe, meist von Juni bis September
- Gefiederte oder tief eingeschnittene Blätter
- Aufrechter, verzweigter Stängel
- Samen mit weißem „Fallschirm“ (Pappus), die durch den Wind verbreitet werden
Giftigkeit
Viele Kreuzkraut-Arten enthalten sogenannte Pyrrolizidinalkaloide, die für Menschen und Tiere gesundheitsschädlich sein können. Die Giftstoffe können insbesondere die Leber schädigen und wirken oft schleichend, da sie sich im Körper anreichern.
Besonders gefährdet sind:
- Pferde
- Rinder
- Schafe
- Ziegen
Frische Pflanzen werden von Weidetieren häufig gemieden. In Heu oder Silage verlieren sie jedoch ihren bitteren Geschmack, bleiben aber giftig.
Fazit:
Kreuzkraut ist eine weit verbreitete Wildpflanze mit zahlreichen Arten und einer wichtigen Rolle im Ökosystem. Aufgrund der enthaltenen Giftstoffe sollte ihr Vorkommen auf Weideflächen jedoch regelmäßig kontrolliert werden, um Risiken für Mensch und Tier zu minimieren.